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Geschichte von Mauritius Die Engländer auf Mauritius Sklavenbefreiung und Kulihandel
Erst nachdem die Regierung in London den Plantagenbetreibern auf Mauritius großzügige Entschädigungszahlungen zusagte, konnte die Sklavenbefreiung 1835 auch auf Mauritius durchgesetzt werden.
Die Sklaven wollten von nun an, auch nicht gegen Bezahlung, für ihre ehemaligen Herren auf den Zuckerrohrfeldern schuften. Die meisten verliessen die Plantagen um ihr eigenes kleines Stück Land zu bewirtschaften oder eine andere Arbeit nachzugehen.
Dem Arbeitskräftemangel in der Zuckerindustrie verminderte man durch Vertragsarbeiter, die man mit befristeten Verträgen und zum Teil falschen Angaben von Indien nach Mauritius lockte. Auch aus China kamen einige dieser Arbeiter. Diese Kontraktarbeiter, die Kulis genannt wurden, stammen meist aus ärmlichen Verhältnissen und wurden ohne die Angabe ihres neuen Wohnortes mit einem 5-Jahresvertrag zur Arbeit verpflichtet. Trotz des vertraglich verbrieften Rechtes auf eine Rückkehr in das Heimatland, schafften es nur Wenige zurück. Man hielt sie oft mit Gewalt zurück, da Mauritius wegen der anhaltenden Nachfrage nach Zucker immer mehr Arbeitskräfte benötigte. Erst zu Beginn der 2. Hälfte des 19.Jahrhunderts, als der Anteil der aus Indien stammenden Arbeiter an der Bevölkerung 60% betrug und sich langsam Arbeitslosigkeit ausbreitete, verhängte man ein Verbot für die weitere Zuwanderung.
Der wirtschaftliche Niedergang Mauritius beginnt
Geschichte von Mauritius Die Engländer auf Mauritius Der Niedergang von Mauritius 
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